• NFHL - National Fantasy Hockey League

Am Ende fehlt nur ein Sieg zur Sensation

2026-06-26

Chicago, Il. Es wäre eine der größten Sensationen der NFHL-Geschichte geworden. Nach 7 hart umkämpten Spielen müssen sich die Blackhawks jedoch den Washington Capitals mit 3:4 geschlagen geben. Knackpunkt: Der bisher so überragende Filip Gustavsson erwischt in Spiel 6 einen rabenschwarzen Tag und wird Mitte des zweiten Drittels nach dem 0:4 ausgewechselt. Zudem wird der Aufholjagd der Hawks jäh ein Riegel vorgeschoben und das 2:6 der Capitals per Videobeweis letztlich doch noch gegeben. 

"Natürlich können wir wahnsinnig stolz sein auf diese Saison. Im Moment möchte ich mich aber einfach nur verkriechen" - so ein enttäuschter Juraj Slavkosvsky nach der entscheidenden Niederlage in Spiel 7. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Team, welches bestenfalls um einen Wildcardspot im Westen hätte spielen sollen, stürmt nach einer Fabelsaison (51 Siege, 109 Punkte) - die meisten Siege aller Teams und zweitmeisten Punkte - bis ins Stanley Cup Finale und räumt dabei ganz nebenbei mit Utah, Minnesota und Seattle gleich 3 Schwergewichte aus dem Weg. 

In der Regular Season kam alles anders als gedacht: Aus dem geplanten 1A/1B Tandem (Gustavsson / Lukkonen) wurde eine deutliche Starter-Backup-Situation (mit 91,8% Fangquote in 77 Spielen gab es ligaweit eigentlich nur in Colorado mit Connor Hellebuyck Konkurrenz). Das Prunkstück - auf dem Papier - sollte die Verteidigung sein. Mit 240 Gegentoren waren die Blackhawks zwar in den Top 10, allerdings jedoch auch weit entfernt von den 206 Gegrntoren der Avalanche. Die eigentliche Stärke lag in der Offensive: 279 Tore - nur Calgary hat noch 2x öfter getroffen in 82 Spielen. Dabei heißt die Top-Verpflichtung in der Offseason: Mikael Granlund - nicht zwingend ein Torgarant. Weiters wurde Michael McLeod erst über den Waiver verpflichtet und der Topscorer der Hawks - Zac Bolduc - ist durch einen Formfehler auf ebendiesem gelandet. Die Stärke lag hier vor allem in der Ausgeglichenheit, nicht in einzelnen Topstars. Erwähnenswert dennoch: Will Cuylle, der nicht nur teamintern die meisten Tore erzielt hat (36), sondern ligaweit auch die meisten Hits (166) sowie Game-winnig-goals (9).

Zurück zu den Play Offs: Nachdem sich in der Regular Season vor allem die zweite Reihe (Taylor Hall - Zac Bolduc - Will Cuylle) als Scorer hervorgetan haben, drehten in den Play Offs die nominelle Reihe 1 (Juraj Slavkosvsky - Mikael Granlund - Dylan Holloway) auf. Insgesamt verlieren die Blackhawks nur 6 Play Off Spiele - 4 davon unglücklicherweise im Finale. Die Capitals sind am Ende eine Nummer zu groß für das Sensationsteam aus Chicago: Der Siegcounter in den Play Offs bleibt bei 15 stehen.