• NFHL - National Fantasy Hockey League

Exhibition To(u)rture

2011-09-25

Wenn Optimismus gleichbedeutend ist für ein Mangel an Wissen und dieses nicht vorhandene Wissen durch Glaube und Hoffnung substituiert wird, fühlen sich etwaige Realitätsverweigerer so wohl wie die Nacktschnecke im Wüstensand, die nicht anerkennen möchte, dass eher unangenehmere Zeiten für sie anbrechen werden.
Zwischen Realismus und Optimismus haben sich nun die Sharks zu entscheiden. Vier von fünf Vorbereitungsspielen verloren. Das erste und einzig gewonnene Spiel gegen die Panthers im Shootout. Neun erzielte Tore gegenüber 15 kassierten. Die erfolgreichsten Schützen Handzus und Clutterbuck mit je zwei! Treffern.
Was nun GM Michalski, zu welcher Fraktion zählen Sie nun: Realist oder Optimist?
"Ganz sicher sind Erfolgserlebnisse egal ob beim Schießen an der Losbude oder in Vorbereitungsspielen schön und heben die StimmungIch sehe aber aufgrund der bisherigen Ergebnisse noch keinen Grund, in Panik zu verfallen oder gar die Saison abzuschreiben."


1,8 Tore pro Spiel könnten doch Indikator für eine Schwächung der Offense sein? Mit den Abgängen von Evgeni Malkin und LaRose sind zum einen der Top-Scorer der letzten Saison und zum anderen ein solider Winger als Abgänge zu verkraften. Ist der Verlust des Russen zu kompensieren?
Die Last sei auf mehreren Schulterpolstern zu verteilen. So die einhellige Meinung im Sharks-Führungsstab. Aus einen macht zwei. Die Doppel-Cent(n)er-Verpflichtungen MacKenzie und Handzus haben die klaffende Lücke, die durch Malkins´ Wechsel zu den Islanders entstanden ist, zu füllen. Der Slowake Handzus wird seine Qualitäten als guter Face-Offer und Penalty-Killer einbringen. Grundsolide, ohne jedoch den Offensivesprit zu versprühen. Ausreichend um 2nd Line Center zu sein? Bei MacKenzie ähnelt sich das Profil, sein Platz scheint in der 4th Line reserviert.


Chad LaRose ist auf dem UFA-Markt durch den notorischen Anti-Schwiegersohn  Matt Cooke ersetzt worden. Trainer MacLean: "Tatsächlich setzen wir den Kurs, den wir im letzten Jahr begonnen haben, fort. Das Egalisieren der Unausgewogenheit zwischen Härte respektive  Kampfstärke und technischem Potenzial ist Schwerpunkt unserer Tradeaktivitäten gewesen. All unsere Spielerverpflichtungen resultieren aus dieser Notwendigkeit. Wir sind bei der Nachbetrachtung der letzten Playoffs zu dem Ergebnis gekommen, dass das frühzeitige Scheitern in der ersten Playoffrunde ein Problem der mangelnden Erfahrung und Defensivqualität gewesen ist."
 

Wie es scheint ist in San Jose mit weniger Spektakel zu rechnen, Anhänger der Sharks sollten sich - realistisch - auf Tugenden wie Leidenschaft und mannschaftliche Geschlossenheit einstellen.