• NFHL - National Fantasy Hockey League

Ein indianisches Wochenende

2009-10-26

Die Nashville Predators scheinen kein guter Gegner zu sein fü Blackhawks-Verteidiger: Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams musste Zdeno Chara verletzt aufgeben und fehlt seitdem. Diesmal traf es Ryan Suter, der beim Stand von 0:0 mit einem Game-Misconduct für "Attempt to injure" des Spiels verwiesen und für ein Spiel gesperrt wurde. Kurioserweise wurde weder auf dem Eis selber noch auf dem Spielberichtsbogen ersichtlich, was genau Suter gemacht bzw. wenn er angeblich verletzen wollte.
Das Spiel selber wurde klar von den beiden Goalies geprägt und nach 60 gespielten Minuten stand fest, dass nicht nur das 5. von bisher 10 Saisonspielen für die Blackhawks in die Verlängerung gehen, sondern dass mindestens einer der Goalies auch mit einem Shut-Out belohnt werden würde. Dass nicht beide Goalies einen Shut-Out feiern konnten, lag an Paul Martin, der nach Vorlage von Rick Nash und Andrew Ebbett das erlösende Tor erzielen konnte.

Ohne Ryan Suter, dafür mit einem wieder genesenen Zdeno Chara (der jedoch nur im 3rd pairing ohne special team-Eiszeit auflief), empfingen die Blackhawks dann die Wild aus Minnesota. Diese begannen glücklich und konnten nach kurzem Hin und Her bereits nach 18 Sekunden das 1:0 erzielen (Torschütze:Neu-Wild Alexei Kovalev). Schnell schien das Glück jedoch aufgebraucht: Das Gegentor als Initialzündung nutzend, drehten die Blackhawks auf und liessen ihren Gast bis Spielende nicht mehr wirklich ins Spiel kommen. Am Ende stand eine Schussbilanz von 44:24 Schüssen zugunsten der Hausherren und Marc-André Fleury musste kein weiteres Mal hiinter sich greifen. Sein Gegenüber, Alex Auld, konnte dies nicht von sich behaupten, obwohl auch er ein sehr starkes Spiel zeigte und sicher der Hauptgrund war, dass die Wild mit einem vergleichsweise glimpflichen 1:3 nach Hause fuhren. Am Ende standen 41 Saves für den Torhüter in Grün.
Erst im Mitteldrittel fielen Tore für die Blackhawks, eine kleine Schwächephase der Wild nutzten sie für einen Doppelschlag: Rick Nash konnte ausgleichen, ehe kurz später Captain Rod Brind'Amour sein lange ersehntes erstes Saisontor erzielte!
Der weitere Spielverlauf war sicherlich kein einfacher für die 18.000 Fans im United Center. Angriff um Angriff vereitelte Alex Auld und so musste man beim Stand von 2:1 jederzeit mit einem zum Ausgleich führenden Konter rechnen. Schliesslich besiegelte dennoch ausgerechnet ein Spieler der Wild das Schicksal seines Teams: Roman Hamrlik musste knapp 3 min vor Spielende wegen einer unnötigen Roughing-Strafe in die Kühlbox - ein Umstand den sich Paul Martin nicht nehmen liess... Der quirlige Verteidiger brachte den Puck zunächst selbst ins Angriffsdrittel und tankte sich dann mit einem sehenswerten Move direkt vor das Tor. Alex Auld konnte zunächst abwehren, doch beim zweiten Versuch war Martin schneller als der Goalie: Der Nachschuss sass! Das Spiel war entschieden...

Es steht nun zunächst das dritte Derby mit den Predators auf dem Plan, ehe man dann das Topteam aus dem Osten, die Montréal Canadiens empfängt. Danach geht es in die Wüste zum Rekordmeister aus Phoenix. Nach nunmehr 10 Siegen und nur einer Niederlage nach Overtime, somit Platz 1 in der Liga war es ausnahmsweise einmal nicht  der GM, der auf die Euphoriebremse trat, sondern der Captain des Teams - Rod Brind'Amour: "Wir hatten einen phantastischen Start und ich bin sehr stolz auf meine Army. Man muss aber sehen, dass wir fast nur Heimspiele hatten, bis auf den Langen [gemeint ist Zdeno Chara, Anm. d. R.] keine ernsthaften Verletzungen, unser Back-Up bisher nicht gespielt hat und 5 von 11 Spielen mindestens in die Verlängerung gegangen sind. In Anbetracht unseres Spielplans ist es wichtig, jetzt Punkte zu holen und das versuchen wir so gut es geht."