Dallas Stars eliminieren Top-Favoriten aus Edmonton
2017-05-15(Dallas, Tx.)
Nimmt man die Leistungen der Hauptrunde zu Rate, ist sicherlich die Teilnahme der New Jersey Devils am Stanley Cup-Finale die wesentlich größere Überraschung, als die der Dallas Stars. Die Devils bestreiten jedoch immerhin zum dritten Mal das große Finale, waren in der Saison 10 bereits Champion. Die Dallas Stars hingegen sind erstmals Sieger in der Western Conference und qualifizierten sich damit für die Serie zum Gewinn des großen Stanley Cups. Ausschlaggebend dafür war ein 4:2 Erfolg bei den Edmonton Oilers. Dallas gewann somit jede Serie mit 4:1.
Schaut man jedoch nur ein Jahr zurück, dann kommt der Aufschwung der Stars, in dieser brachialen Wucht, ebenfalls sehr überraschend. Mit dem schlechtesten Ergebnis aller Zeiten (29 Punkte), verewigten sie sich in die Geschichtsbücher. 12 Monate darauf schaffte man die Kehrtwende und spielte die beste Saison und erreichte 106 Punkte. Das es in den Playoffs direkt bis zum Finale weitergeht, das ist stark.
GM Koch: "Unser Club ist in seiner Geschichte kaum erfolgreich in Erscheinung getreten. Das hat sich nun ein wenig geändert. Doch hier hebt niemand ab, alle arbeiten konzentriert und fokussiert weiter. Witzig indes ist, dass GM Muhrer und ich, als unsere Clubs sportlich am Boden lagen, von einem gemeinsamen Finale träumten. Irgendwann, 2021 oder später. Das es 2017 schon Realität wird ist únbeschreiblich cool....Oida."
New Jersey Devils der Favorit
Der GM weiter: "Kein Understatement - die Devils sind Favorit im Finale. Dieser Lauf, den die Muhrer-Jungs haben, ist wirklich sensationell. Mit letzter Kraft in die Playoffs und dann mit 12-1 Siegen ins Finale - unfassbar! Die Leistung ist noch erstaunlicher als der damalige Titel der San Jose Sharks, bei der die Michalski-Boys eine ähnliche Serie hinlegten. Aber da waren noch Menschen im Haie-Trikot, die auch mal ein Spiel verlieren konnten. Was die Devils nun geschafft haben, klingt eher nach einem völlig überdrehten Hollywood-Schauspiel."
Coach Todd McLellan: "Unserer Mannschaft wird alles geben diesen irrwitzigen Lauf der Devils zu brechen. Wir haben das Personal dafür und beginnen mit zwei Heimspielen. Die Stärke des Gegner ist das Goal-Tending. Da fand kaum ein Stürmer eine Lücke. Da sag ich, wir haben Spezza, Steen, Draisaitl oder Eichel. Diese und unsere anderen Jungs wissen wie die Scheibe ins Netz muss und das werden sie zu nutzen wissen. Wir werden die Serie hoffentlich offener halten als es zuletzt Boston oder anfänglich Columbus gelungen ist. Einzig schon darum, das Niklas Kronwall nach langer Verletzung zum Team stoßen wird und in den Final-Genuß kommen kann. Er ist noch nicht bei 100%, aber vermutlich können wir auf ihn in den nächsten Tagen zurückgreifen."
Zum Schluß drängte sich noch einmal GM Koch ins Bild: "Wir wollen jetzt auch den Titel, nicht das es so klingt, als suchen wir vorab schon nach Ausreden."
